Warum überhaupt AGB prüfen?
AGB sind kein Marketing-Beiwerk. Eine unwirksame Klausel kann zur Folge haben, dass das gesetzliche Recht greift — oft zu Ihren Lasten. Im B2C-Geschäft droht zusätzlich die Abmahnung durch Mitbewerber oder Verbraucherzentralen.
Typische Risikoquellen, die uns in der Praxis immer wieder begegnen:
- Unzulässige Haftungsausschlüsse für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
- Pauschale Schadensersatzklauseln ohne Anpassungsmöglichkeit.
- Unklare oder benachteiligende Vertragslaufzeiten und automatische Verlängerungen — seit dem „Faire-Verbraucherverträge"-Gesetz besonders fehleranfällig.
- Datenschutz-Klauseln in den AGB, die richtigerweise in die Datenschutzerklärung gehören.
- Fehlende oder versteckte Hinweise auf die Plattform der EU-Kommission zur Online-Streitbeilegung und auf das Widerrufsrecht.
- Gerichtsstand und anwendbares Recht — bei B2C oft unwirksam, wenn vom Verbrauchersitz abgewichen wird.
Was unsere KI zuverlässig markiert
- Klauseln, die in Listen unwirksamer Standardklauseln stehen (§§ 308, 309 BGB).
- Widersprüche zwischen AGB und Datenschutzerklärung oder Impressum.
- Fehlende Pflichtbestandteile für Online-Shops und SaaS-Anbieter.
- Risiko-Heatmap pro Klausel — Sie sehen auf einen Blick, wo nachgebessert werden sollte.
- Vergleich zwischen Ihrer aktuellen Fassung und einer früheren Version (Clause-Heatmap, hier beschrieben).
Was die KI bewusst nicht tut
- Sie schreibt Ihnen keine vollständigen AGB — warum wir das aktuell ablehnen, steht hier: Keine Vertragsgenerierung. Wir bieten kuratierte Wizards für einzelne Vertragstypen — aber keine generierten Volltexte ohne anwaltliche Endprüfung.
- Sie ersetzt keine Branchenexpertise — z. B. AGB für regulierte Märkte (Glücksspiel, Finanzen, Medizin) gehören in jedem Fall in Fachanwalts-Hand.
- Sie kann keine wettbewerbsrechtliche Strategie ersetzen, wenn Ihre AGB die Position gegenüber Mitbewerbern definieren sollen.
Wann lohnt sich der Sprung zur Fachanwältin?
Spätestens, wenn Sie:
- internationale Kund:innen ansprechen (Rom-I-Verordnung, lokale Pflichtangaben),
- B2B und B2C in einem Set abdecken müssen,
- ein neues Produkt launchen, dessen AGB Sie über Jahre nutzen wollen,
- oder bereits eine Abmahnung erhalten haben.
So gehen Sie vor
- AGB-Datei hochladen → 2-Minuten-Erstprüfung mit Risiko-Heatmap.
- Optional: zweite Fassung dazuladen → automatischer Versionsvergleich.
- Bei kritischen Treffern: direkte Übergabe an verifizierte Fachanwält:innen für IT-Recht — anonymisiert, mit Kontextbrief.
→ AGB prüfen lassen: /vertraege/revision · Für KMU: /for-smb · Was die KI nicht kann: /system-grenzen



