In einem Satz
Eine KI, die Ihnen recht gibt, ist bequem — aber gefährlich. Lex & Lexi sind zwei: Lex argumentiert für Ihre These, Lexi dagegen. Im Streitgespräch der beiden sehen Sie die Schwachstellen Ihres Falls, bevor es die Gegenseite oder das Gericht tut.
Warum zwei statt einer?
Große Sprachmodelle haben eine Schwäche, die im Recht teuer wird: Sie sind höflich. Fragen Sie ein Modell, ob Ihre Position trägt, bekommen Sie meist eine zustimmende, plausibel klingende Antwort — auch dann, wenn die Gegenseite ein offenes Tor hätte.
Lex & Lexi lösen das durch Dialektik. Zwei Personas mit unterschiedlichem Auftrag diskutieren Ihren Fall wechselseitig:
- Lex — baut die Position auf, sucht die tragenden Argumente.
- Lexi — widerspricht, greift an, deckt Lücken und Risiken auf.
Was am Ende übrig bleibt, hat schon eine Runde Gegenwind überstanden. Das ist kein Spielzeug, sondern angewandte Sorgfalt.
Sechs Werkzeuge, ein Prinzip
Lex & Lexi sind kein einzelner Knopf, sondern sechs spezialisierte Werkzeuge:
1. Pro & Contra
Lex dafür, Lexi dagegen — Runde für Runde, bis die Argumente erschöpft sind, mit klarer Schluss-Einordnung. Für die strittige Rechtsfrage, bei der Sie beide Seiten wirklich sehen wollen.
2. Argumentationssuche
Hier ziehen beide an einem Strang: Lex und Lexi tragen gemeinsam die stärksten Argumente für Ihre Position zusammen. Wenn die Richtung feststeht und Sie Substanz brauchen.
3. Normenketten
Lex identifiziert die Anspruchsgrundlagen, Lexi ergänzt Prozessuales und Beweislast — Schritt für Schritt zur sauberen Anspruchsprüfung.
4. Schriftsatz-Check
Laden Sie Ihren Entwurf hoch: Lex prüft Struktur und Lücken, Lexi greift aus Sicht der Gegenseite an und markiert, wo es wehtun könnte. Der Stresstest vor dem Versand.
5. Mandanten-Memo
Lex sammelt Recht und Chancen, Lexi die Risiken, Kosten und offenen Fragen — heraus kommt ein abgewogenes Beratungs-Memo, das Sie dem Mandanten an die Hand geben können.
6. Verhandlungs-Coach
Live-Beistand im Termin: Sie stellen eine Frage, Lexi antwortet sofort — mit Belegen aus Ihren Unterlagen, nicht aus dem Bauch. Quellenpflicht inklusive.
Sie führen Regie
Lex & Lexi laufen nicht einfach durch. Die Debatte ist ein Hybrid aus Automatik und Steuerung: Die beiden streamen abwechselnd in Echtzeit — Sie sehen jeden Gedanken entstehen — und Sie können jederzeit eingreifen:
- Pausieren und in Ruhe lesen,
- eine Runde lenken („Geh auf die Verjährung ein", „Prüf § 280 BGB"),
- stoppen, wenn es reicht,
- oder über das natürliche Ende hinaus verlängern, wenn Sie noch eine Runde wollen.
Sie sind nicht Zuschauer, Sie sind Verhandlungsführer.
Erst aufbereiten, dann diskutieren
Echte Unterlagen sind selten sauber. Eine Klageschrift kommt mit Briefkopf, Aktenzeichen, Grußformel. Damit Lex & Lexi über die Sache streiten und nicht über den Briefkopf, gibt es einen vorgeschalteten Schritt: Die KI bereitet den Rohtext auf, entfernt Ballast wie Briefköpfe und Floskeln und behält die Fakten — Daten, Beträge, Ansprüche. Erst dieser destillierte Sachverhalt geht in die Debatte.
Aus der Akte, in die Akte
Wie überall im Anwaltsportal gilt: Dokumente kommen aus dem DMS oder der Akte — oder frisch von der Festplatte —, und das fertige Ergebnis geht zurück in die Akte oder als DOCX und PDF zum Download. Kein Copy-Paste-Umweg, keine verlorenen Zwischenstände: Die Analyse hängt an genau dem Fall, zu dem sie gehört.
Nahtlos weiter
Ein Lex-&-Lexi-Ergebnis ist ein Anfang, kein Schlusspunkt. Mit einem Klick übernehmen Sie die komplette Diskussion samt Zusammenfassung in den KI-Assistenten: „Erstelle einen anwaltsfertigen Entwurf aus diesen Pro-Argumenten" — und der Chat arbeitet mit dem vollen Kontext weiter. Oder Sie geben das Ergebnis an die Agenten weiter, etwa um direkt einen Schriftsatz-Entwurf bauen zu lassen. Die drei Säulen — KI-Assistent, Agenten, Lex & Lexi — greifen ineinander.
Mehrsprachig, für jede Rechtsordnung
Lex & Lexi sind nicht auf deutsches Recht verdrahtet. Sprache und Rechtsordnung richten sich nach Ihrem Profil: Eine Kanzlei in Frankreich debattiert französisches Recht auf Französisch, eine in Österreich österreichisches. Die Personas denken intern strukturiert und antworten in Ihrer Sprache.
Sicher gebaut
- EU-KI über europäische Modell-Routen.
- PII-Maskierung: Klarnamen, Adressen und Aktenzeichen werden zum Modell hin maskiert und erst für Sie wieder eingesetzt.
- Keine erfundenen Fundstellen: Die Personas sind angehalten, keine Aktenzeichen oder Fundstellen zu erfinden; im Verhandlungs-Coach gilt Quellenpflicht aus Ihren Unterlagen. Prüfen bleibt Ihre Aufgabe — erfinden ist verboten.
Ehrlich bleiben
Lex & Lexi sind ein Analyse-Werkzeug, kein Spruchkörper und kein Ersatz für Ihre Einschätzung. Sie schärfen den Blick, liefern Argumente und Gegenargumente, decken Risiken auf — die Bewertung, die Strategie und der Schriftsatz bleiben anwaltlich. Genau deshalb sehen Sie jeden Schritt der Debatte und behalten die Regie. Mehr dazu: KI-Transparenz.
Übrigens: Die sprechenden Geschwister von Lex & Lexi kennen Sie vielleicht schon aus dem Live-Sprachgespräch für Mandant:innen. Im Anwaltsportal sind die beiden jetzt Ihre juristischen Sparringspartner.
Jetzt im Anwaltsportal
Sie finden Lex & Lexi in der Seitenleiste des Anwaltsportals — neben KI-Assistent und Agenten. Noch nicht dabei? Für Anwält:innen zeigt den Einstieg.



