Worum es geht
Juristische Sachverhalte halten sich nicht an Landesgrenzen. Ein deutscher Freelancer schließt einen Vertrag mit einem Schweizer Kunden. Ein österreichischer Vermieter mahnt einen Mieter in Berlin ab. Eine GmbH aus Hamburg bekommt Post vom Wiener Bezirksgericht.
Klassische Lead-Plattformen werfen diese Fälle in einen Topf und hoffen, dass irgendjemand zuständig ist. Wir machen das anders.
Was die Engine prüft
Bevor ein Mandat überhaupt einer Anwält:in angezeigt wird, läuft es durch eine Conflict-of-Laws-Prüfung:
- Sachverhalts-Jurisdiktion — wo ist der relevante Anknüpfungspunkt? Sitz des Schuldners, Ort der Leistungserbringung, Verbrauchersitz, Belegenheitsort der Immobilie.
- Anwendbares Recht — Rom-I (Schuldverträge), Rom-II (außervertraglich), EuGVVO (Gerichtsstand), oder nationales IPR bei CH-Bezug.
- Cross-Border-Flag — sobald mindestens zwei Länder beteiligt sind, wird der Fall als grenzüberschreitend markiert und mit den passenden
applicable_lawsangereichert. - Routing-Regeln — die Mandatsverteilung folgt anschließend den in '/admin/conflict-rules' gepflegten Regeln pro Land. Beispiele: „Verbraucherstreit DE/AT → primär DE-Anwält:in mit AT-Erfahrung", „Mietrecht → ausschließlich am Belegenheitsort".
Was Anwält:innen sehen
- Nur Mandate, die in Ihre verifizierten Jurisdiktionen passen. DE-Kammerverifikation, AT/CH-Dokumenten-Upload — die Sichtbarkeit folgt strikt der Verifizierung.
- Cross-Border-Marker auf der Marktplatz-Karte. Sie sehen sofort, ob ein Fall reine DE-Materie ist oder ob etwa CH-Schuldrecht mit hineinspielt.
- Hinweis auf die einschlägigen Kollisionsnormen — z. B. „Rom-I Art. 6 Verbraucherverträge". Spart den ersten Klick in die Bibliothek.
- Konflikt-Vorprüfung gegen Ihre Mandantenliste läuft parallel, bevor Sie überhaupt annehmen.
Was Mandant:innen davon haben
- Keine Sackgassen-Gespräche. Sie landen nicht bei einer Kollegin, die zwar gerne helfen würde, aber im falschen Land zugelassen ist.
- Schnellere Ersteinschätzung. Die Frage „bin ich hier überhaupt richtig?" ist vor dem ersten Kontakt geklärt.
- Saubere Eskalation bei Doppel-Jurisdiktion — z. B. wenn ein deutsches Verfahren auf österreichisches Recht angewendet wird, wird das im Marktplatz-Brief an die Anwält:in explizit ausgewiesen.
Was wir bewusst nicht tun
- Wir entscheiden nicht selbst, welches Recht anwendbar ist — das ist und bleibt eine anwaltliche Bewertung. Die Engine schlägt die wahrscheinlichste Kombination vor und macht sie für die Annahme transparent.
- Wir routen nicht über Landesgrenzen hinweg ohne entsprechende Verifizierung. Eine DE-Anwält:in sieht keine reinen CH-Mandate.
- Wir verkaufen keine Cross-Border-Pakete als Bezahl-Feature. Das Matching ist Teil des regulären Marktplatzes.
→ Für Anwält:innen: /fuer-anwaelte · Verifizierung starten: /lawyer/onboarding · So kommt ein Mandat bei Ihnen an: /news/anwalts-marktplatz-leads-konfliktpruefung



