In einem Satz
Wenn unser Assistent oder ein Agent im Web recherchiert, liest er die gefundene Seite wirklich — und bevor eine Anfrage einen konkreten Namen preisgibt, fragt er vorher Sie.
Zwei Fragen, zwei Antworten
Nicht jede Frage an die KI braucht dieselbe Vorsicht. „Wie berechnet sich die Verjährungsfrist bei einem Werkvertrag?" ist eine anonyme Fachfrage — sie nennt keine Person, keine Firma, kein identifizierbares Ziel. Solche Fragen recherchiert das Portal sofort, ohne Rückfrage.
„Was findet man online über die Müller GmbH?" ist etwas anderes: eine Anfrage mit einem konkreten Namen. Genau hier setzt die eigentliche Neuerung an — nicht bei der Technik der Suche selbst, sondern bei der Frage, wer über sie entscheidet.
Erst lesen, dann urteilen
Eine Suchmaschine liefert Treffer. Ob ein Treffer etwas taugt, zeigt sich erst, wenn jemand die Seite tatsächlich öffnet und liest. Genau das tut das Portal jetzt konsequent, gestuft nach Aufwand: Zuerst prüft es den eigenen Rechtsquellen-Index — kostenlos, schnell, aber begrenzt auf das, was dort bereits erfasst ist. Reicht das nicht, befragt es einen auf amtliche Rechtsquellen ausgerichteten Web-Suchindex; er liefert geprüfte Fundstellen, formuliert aber selbst keine Antwort. Erst wenn auch das nicht ausreicht, folgt die umfassendere Web-Recherche mit eigener Textzusammenfassung. Jede gefundene Quelle durchläuft dabei dasselbe Zitat-Gate wie jede andere Recherche im Portal: Nur eine Fundstelle, die das behauptete Zitat wortgleich zeigt, gilt als bestätigt.
Das Ergebnis zeigt Ihnen, wie viele Webquellen eingeflossen sind — mit dem Hinweis „Powered by Brave Search", sobald die mittlere Stufe beigetragen hat.
Die Freigabe, die niemand automatisieren sollte
Zurück zur namentlichen Anfrage: Statt einfach loszusuchen, hält das Portal an dieser Stelle inne und bietet drei Wege an, direkt im Chat:
- Einmalig — nur für diese eine Anfrage.
- Für diese Akte merken — jede künftige Anfrage zu diesem Namen in dieser Akte läuft ohne erneute Rückfrage.
- Nie mehr fragen — die Freigabe gilt über alle Akten des jeweiligen Anwalts hinweg.
Jede erteilte Freigabe wird protokolliert, auch die einmalige — und lässt sich jederzeit zurücknehmen.
Der Grund, warum wir hier nicht einfach maskieren, wie es das Portal an vielen anderen Stellen tut: Eine Suchmaschine sucht nach dem, was man ihr gibt. Ersetzt man den gesuchten Namen durch einen Platzhalter, findet die Suche nichts Brauchbares mehr — die Maskierung würde die Funktion selbst zerstören, statt sie zu schützen. Deshalb tritt an ihre Stelle eine bewusste Entscheidung: nicht verschleiern, wer gesucht wird, sondern entscheiden, ob überhaupt gesucht werden darf.
Ein Kanzlei-Schalter, zusätzlich zur Einzelfreigabe
Für die Kanzlei als Ganzes gibt es einen eigenen, unabhängigen Schalter — aus, nur anonyme Fragen, oder namentlich erlaubt (mit Einzelfreigabe im konkreten Fall). Er liegt an derselben Stelle wie der Schalter für die Maskierung personenbezogener Daten, ist aber ein eigenständiger Zustand mit eigener Bedeutung — mehr dazu und zur vollständigen Freigabe-Logik im Anwaltsportal.
Was bereits vorher galt und jetzt dazugehört
Der Assistent konnte bereits eine konkrete Webadresse abrufen und ihren tatsächlichen Inhalt lesen — inklusive Absicherung gegen unsichere Ziele. Diese Fähigkeit war der erste Baustein derselben Idee: Eine KI, die etwas behauptet, sollte es an der Quelle geprüft haben, statt es zu erraten. Die neue Websuche schließt die Lücke davor — den Schritt, an dem die passende Quelle erst gefunden werden muss. Zusammen tragen beide dieselbe Haltung wie unser Co-Pilot für Kanzleien: Kontrolle ist bei uns kein Einstellungsmenü, sondern ein Produktversprechen.
Ehrliche Grenzen
Wie bei jeder Websuche verbleiben Anfragedaten für eine begrenzte Zeit beim Suchanbieter, bevor sie gelöscht werden — Näheres in unseren Rechtsdokumenten, nicht in dieser Meldung. Ihre Anfragen fließen nicht in das Training eines Modells ein. Und eine Freigabe erlaubt die Suche — sie sagt nichts über die Richtigkeit der gefundenen Ergebnisse. Die fachliche Prüfung bleibt, wie immer, bei Ihnen.
Noch nicht dabei? Für Anwälte zeigt den Einstieg; was die KI sonst noch von einer Akte sieht, erklärt die KI-Aktenabdeckung.






