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Selbst vor Gericht

Ihr Verfahren an eine Kanzlei übergeben

Der Übergabebrief enthält jetzt auch den Verfahrensstand: Rolle, Gericht, Aktenzeichen, Schriftsätze und nächster Termin – damit die Kanzlei nicht von vorn fragen muss.

Aktualisiert am 21. Oktober 2026
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Manchmal reicht Selbstvertretung nicht mehr: Der Streitwert wächst, das Gericht verlangt einen Anwalt, oder Sie möchten die Sache lieber abgeben. Dann bereiten Sie im Prozessbegleiter die Übergabe an eine Kanzlei vor – mit einem Brief, der alles Wichtige auf einen Blick enthält.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Im Verfahren zeigt die Karte „Wann übergeben Sie an eine Anwältin oder einen Anwalt?“, was gerade dafür spricht: ein Urteil (für Rechtsmittel laufen kurze Fristen), eine Frist in den nächsten sieben Tagen, ein Verhandlungstermin, ein als dringend eingestuftes Gerichtsschreiben, ein hoher Streitwert oder ein vorgeschriebener Anwaltszwang. Spricht nichts dafür, steht dort ausdrücklich, dass Sie selbst weitermachen können. Die Karte ersetzt keine Beratung (Ist das Rechtsberatung? Der rechtliche Rahmen) – sie hilft Ihnen, den Zeitpunkt nicht zu verpassen.

So starten Sie die Übergabe

  • Im Verfahren finden Sie „Anwalt hinzuziehen“ bei den nächsten Schritten; bei Anwaltszwang steht im roten Hinweis oben der Knopf „Übergabe vorbereiten“ – und auf dem Handy am unteren Rand der Knopf „Anwalt“. Dahinter öffnet sich der Anwalts-Brief.
  • Wählen Sie die Qualitätsstufe. Der Preis steht vor der Erstellung da; gebucht wird erst nach Ihrem Klick.
  • Sie erhalten den Brief als PDF, Word-Datei, Markdown oder als E-Mail-Entwurf – in der Sprache Ihrer Akte.

Was im Brief steht

  • Sachverhalt und eine KI-gestützte Vorab-Einschätzung (zur Orientierung, nicht als Rechtsberatung).
  • Risiken, Fristen, konkrete Fragen an die Kanzlei und Ihre Bitte (zum Beispiel Verteidigung übernehmen oder einen Schriftsatz prüfen).
  • Eine Anlagen-Checkliste – so wissen Sie, was Sie mitschicken sollten.
  • Neu: der Abschnitt „Verfahrensstand“. Er stammt direkt aus Ihrem Verfahren und wird nicht von der KI formuliert: Ihre Rolle (Klägerin, Beklagter …), die aktuelle Stufe, Gericht und Aktenzeichen, der Streitwert, der nächste Gerichtstermin (nur wenn das Datum wörtlich in der Ladung steht), die Beteiligten und Ihre im Prozessbegleiter erstellten Schriftsätze mit ihrem Status.

Wichtig zu wissen

  • Die Schriftsätze sind als von Ihnen mit KI-Unterstützung erstellte Entwürfe, nicht anwaltlich geprüft gekennzeichnet. So kann die Kanzlei sie richtig einordnen.
  • Der Abschnitt „Verfahrensstand“ erscheint nur, wenn zur Akte ein Verfahren angelegt ist. Ältere Briefe haben ihn nicht – erstellen Sie bei Bedarf eine neue Übergabe.
  • Bereits erstellte Übergaben sehen Sie jederzeit kostenlos wieder an: Öffnen Sie die Übergabe erneut, dort steht „Frühere Übergabe ansehen“.
  • Der Brief wird nicht automatisch an eine Kanzlei gesendet. Sie entscheiden, wohin er geht – etwa mit einer Anfrage an eine Kanzlei.
  • Fristen laufen weiter. Warten Sie mit der Übergabe nicht bis kurz vor Fristende; behalten Sie Ihren Fristenkalender im Blick.

Tipp: vorher aufräumen

Je vollständiger Ihre Akte, desto besser der Brief: Laden Sie Gerichtspost und Beweise hoch (Beweise sammeln und richtig anbieten), lassen Sie sich die Post erklären (Gerichtspost in Klartext erklären lassen) und tragen Sie Gericht und Aktenzeichen ein.

Dies ist allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung (Ist das Rechtsberatung? Der rechtliche Rahmen).

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